Sicherheit neu denken: Auslandsverband Schweiz CDU-CSU beim «Tag der Miliz» in Bern vertreten
Die Sicherheitslage in Europa verändert sich grundlegend. Beim diesjährigen «Tag der Miliz» des Verbands Militärischer Gesellschaften Schweiz in Bern standen die Zukunft der Schweizer Armee, neue Bedrohungen im Cyberraum sowie die wachsende Bedeutung moderner Drohnentechnologien im Mittelpunkt. Der Auslandsverband Schweiz CDU-CSU war durch Claus H. Widrig und Jürgen Schnabel vertreten.
Vertreter des Auslandsverbandes Schweiz CDU-CSU beim «Tag der Miliz» 2026 in Bern gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Armee, Wissenschaft und Wirtschaft.Der Auslandsverband Schweiz CDU-CSU war beim diesjährigen «Tag der Miliz» des Verbands Militärischer Gesellschaften Schweiz am 28. Juni 2026 in Bern vertreten. Für das Präsidium nahmen Claus H. Widrig, 1. Vorsitzender und Landessprecher, sowie Jürgen Schnabel, 2. Vorsitzender, an der sicherheitspolitischen Veranstaltung teil.
Im Mittelpunkt standen die veränderte Sicherheitslage in Europa, die Zukunft der Schweizer Armee sowie die Herausforderungen durch neue Bedrohungen im Cyberraum und durch den Einsatz moderner Drohnentechnologien.
Zu den Referenten gehörten Korpskommandant Benedikt «Bänz» Roos, Chef der Armee, Oberst im Generalstab Stefan Hollenstein als Gastgeber, Ständerat Werner Salzmann, Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission, sowie Brigadier Hugo Roux, Kommandant der Militärakademie an der ETH Zürich.
Die Referenten zeichneten ein klares Bild der aktuellen sicherheitspolitischen Lage. Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass sich die Bedrohungslage in Europa grundlegend verändert habe und die Schweiz täglich mit neuen Risiken konfrontiert sei. Besondere Aufmerksamkeit gelte dabei dem Schutz kritischer Infrastrukturen, der Cyberabwehr sowie dem rasanten technologischen Fortschritt im Bereich unbemannter Systeme.
Ein zentrales Thema war der geplante Aufbau eines Drohnenbataillons. Gleichzeitig wurde die Bedeutung moderner Abwehrsysteme gegen Klein- und Mini-Drohnen hervorgehoben. Nach Angaben der Referenten wurden bereits heute Drohnenverbände über der Schweiz beobachtet – eine Entwicklung, die den zunehmenden Handlungsbedarf unterstreiche.
Brigadier Hugo Roux stellte die Bedeutung des Cyber Campus an der ETH Zürich heraus. Gemeinsam mit der EPFL und innovativen Schweizer Start-ups werde dort an Technologien gearbeitet, die künftig einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit der Schweiz leisten sollen.
Diskutiert wurden zudem mögliche Auswirkungen eines Konflikts in Europa. Sollte ein baltischer NATO-Staat angegriffen werden, könnte die Schweiz aufgrund ihrer zentralen Lage als rückwärtiger Raum an strategischer Bedeutung gewinnen. Ein Ausfall kritischer Infrastrukturen in der Schweiz hätte dabei weitreichende Folgen für grosse Teile Europas.
Einen besonderen Stellenwert nahm das Schweizer Milizsystem ein. Es wurde von den Referenten als wesentliche Stärke der Landesverteidigung bezeichnet. Gleichzeitig wurde dazu aufgerufen, Wehrwillen und Wehrfähigkeit weiter zu stärken und insbesondere junge Menschen für Aufgaben in den Bereichen Cyber, Informatik, Technologie und Drohnen zu gewinnen.
Abschliessend wurde darauf hingewiesen, dass die Schweiz aufgrund ihrer soliden Staatsfinanzen die notwendigen Investitionen in ihre Sicherheit leisten könne und müsse.
Aus deutscher Sicht war die Veranstaltung besonders interessant. Deutschland und die Schweiz stehen vor vergleichbaren Herausforderungen: Beide Staaten müssen ihre Sicherheitsarchitektur an neue geopolitische Realitäten anpassen und gleichzeitig ihre Innovationskraft in Schlüsseltechnologien stärken. Der Austausch zwischen Politik, Streitkräften, Wissenschaft und Wirtschaft gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung.
Für den Auslandsverband Schweiz CDU-CSU bot die Veranstaltung wertvolle Einblicke in die sicherheitspolitischen Herausforderungen der Schweiz und Europas. Die Vorträge machten deutlich, dass Sicherheit, Resilienz und Verteidigungsfähigkeit angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen weiter an Bedeutung gewinnen. Der Auslandsverband wird diese Themen auch künftig aufmerksam begleiten und den sicherheitspolitischen Dialog mit seinen Mitgliedern und Partnern fortsetzen.